Projekte

Krippengestaltung

2006 - Firmung, Inden

Kunstprojekt „Krippengestaltung“ mit 36 Firmbewerberinnen und Firmbewerbern

Neben einem verkürzten, herkömmlichen Firmunterricht bereiteten sich die Firmbewerberinnen und Firmbewerber aus den Gemeinden: Inden, Frenz, Schopphoven, Lammersdorf, Altdorf und Longerisch mit einem Kunstprojekt auf ihre Firmung vor.

Die Aufgabe bestand darin eine lebensgroße Krippe zu erstellen. In drei intensiv gestalteten Workshop-Wochenenden setzten sich die Firmbewerber mit den einzelnen Krippenfiguren auseinander. Der theologischen Auseinadersetzung folgte die praktische Umsetzung, die künstlerische Arbeit. Zusätzlich verfassten die Firmbewerber Aufsätze zu den Figuren, die ihre Ideen und Vorstellung widerspiegeln. An jedem Adventsonntag stellte jeweils eine Gruppe der Gemeinde ihre Figur vor in einem von ihnen gestalteten Gottesdienst. Eine zusätzliche ausführliche Dokumentation der Workshops an den Kirchenwänden gab den Gottesdienstbesuchern die Möglichkeit sich mit den Figuren auseinanderzusetzen. Die Figuren wurden an der Altarwand angebracht und verbleiben dort bis zur Firmung im April.

Engel

Engel spielen in der Weihnachtsgeschichte eine wichtige Rolle. Der Engel Gabriel verkündet Maria die Geburt eines Sohnes. Ein Engel überbringt den Hirten die Frohe Botschaft: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr“ (Lk 2,11). Und ein himmlisches Heer von Engeln stimmt das weihnachtliche Lied an: „ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden.“ Ein Engel kommt im Traum immer wieder zu Josef und erklärt ihm, was geschehen ist und wie er darauf reagieren soll. Die Weihnachtsbilder sind ohne Engel nicht vorstellbar.
Engel (griechisch: angelos) sind Boten Gottes. Sie verkünden den Menschen Gottes Wort. Sie zeigen ihnen Gottes helfende und heilende Nähe an. Sie greifen ein in ihr Leben, schützen sie vor Gefahr, behüten sie auf ihren Wegen, und sie sprechen im Traum zu ihnen. Engel sind Botschafter einer andern, tieferen Wirklichkeit. Sie sind Bilder unserer Sehnsucht nach Geborgenheit und Heimat, nach Leichtigkeit und Freude, nach Lebendigkeit und Liebe. Sie verbinden Himmel und Erde miteinander. Sie öffnen für uns den Himmel, und sie geben unserem Leben einen himmlischen Glanz. Als der Engel des Herrn zu den Hirten trat, da umleuchtet sie der Lichtglanz Gottes. Gottes Herrlichkeit umstrahlt sie. Ihr Leben wird heller und heiler. Aber die Engel sind im Lukasevangelium nicht die niedlichen kleinen Kinder mit Flügeln. Die Reaktion der Hirten ist Furcht, Betroffenheit, Erschrecken. Sie spüren Gottes glanzvolle, aber auch mächtige Gegenwart im Engel. Doch der Engel nimmt ihnen die Furcht. Er verkündet ihnen eine große Freude. Das ist ein weiterer wichtiger Zug an den Engeln. Sie sind Boten der Freude. Sie bringen in unseren oft tristen Alltag etwas von der Freude, die in Gottes heilender Nähe ihre eigentliche Quelle hat.
Aufsatz der Firmbewerber

Engel spielen in der Weihnachtsgeschichte eine wichtige Rolle. Der Engel Gabriel verkündet Maria die Geburt eines Sohnes. Ein Engel überbringt den Hirten die frohe Botschaft: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr“.

Als Zeichen der Verkündung hält unser Engel ein Megaphon in der Hand, zur Verstärkung seiner Botschaft. Zusätzlich trägt er eine Schriftrolle bei sich, auf der Gottes Wort niedergeschrieben ist.

Ein Engel kommt im Traum immer wieder zu Josef und erklärt ihm, was geschehen ist, und wie er darauf reagieren soll. Weihnachten ist ohne Engel gar nicht vorstellbar.

Das Wort Engel kommt vom griechischen „Angelos“, was soviel wie „Bote Gottes“ bedeutet. Sie greifen ein in das menschliche Leben, schützen sie vor Gefahr, behüten sie auf ihren Wegen, und sie sprechen im Traum zu ihnen. Sie sind Bilder unserer Sehnsucht nach Geborgenheit und Heimat, nach Leichtigkeit und Freude, nach Lebendigkeit und Liebe.

Engel verbinden Himmel und Erde miteinander. Aus diesem Grund haben wir unserem Engel große Flügel gegeben, um zu zeigen, dass er an nichts gebunden ist. Er kann vom Himmel hinab zur Erde und auch wieder hinauf fliegen. Engel öffnen für uns den Himmel, und sie geben unserem Leben einen himmlischen Glanz. Als der Engel des Herrn zu den Hirten trat, da umleuchtete sie der Lichterglanz Gottes. Da wir die Farbe Gold als diesen Glanz sehen, trägt unser Engel goldenes Haar, ein goldenes Gewand und goldene Sportschuhe.

Gottes Herrlichkeit umstrahlt sie. Die Hirten spüren Gottes glanzvolle, aber auch mächtige Gegenwart im Engel. Damit er mächtig erscheint, hat er solch große Flügel bekommen.

Er verkündet eine große Freude. Engel bringen in unseren oft tristen Alltag auch etwas von der Freude, die in Gottes heilender Nähe ihre eigentlich Quelle hat. Um unserem Engel etwas besonderes zu geben, brachten wir kleine, zusätzliche goldene Flügel an seinen goldenen Sportschuhen an. Die Flügelchen sollen die Ausstrahlung der großen Flügel untermalen, und die Schuhe lassen den Engel sportlich, fit und aktiv aussehen.

Wir hoffen, dass es uns mit unserer Darstellung des Engels gelungen ist, ihnen zu zeigen, dass es nicht nur den typischen, alltäglichen Engel gibt, wie ihn jeder kennt.

Hirte

Die Hirten sind die ersten Zeugen für die Geburt des Messias. Nicht den Mächtigen und nicht den Schriftgelehrten wird die Botschaft von dem neugeborenen Messias verkündet, sondern den Hirten. Das Bild der Hirten ist ambivalent. Die rabinische Literatur sieht sie eher negativ. Sie werden als Betrüger verdächtigt und so wird durch die Verkündigung an die verachteten Hirten die Armut des göttlichen Kindes betont. Das wäre ein trost für all die Menschen, die sich selbst verachten. Gerade ihnen würde die Botschaft von der Geburt Christi gelten. Sie dürfen mitten in ihrer Selbstverachtung darauf setzten, dass Christus auch für sie geboren wurde, dass Gott sich in der Geburt seines Sohnes gerade ihnen zuwendet und ihnen eine „große Freude“ verkündet. Gerade für sie öffnet sich der Himmel, und die Engel Gottes umgeben sie mit ihrem Glanz und ihrer von den Mustern der Selbstverachtung und Selbstverletzung.

Gegenüber dieser negativen Sicht gibt es aber sowohl in der jüdischen als auch der griechischen Tradition ein positives Bild des Hirten. Die Patriarchen waren Hirten, ebenso Mose und David. Gott selbst ist der Hirte, der uns auf guter Au weidet (vgl. Ps 23). Ja, Gott verheißt dem Volk die Geburt des messianischen Hirten (vgl. Mi 5).

Hirtenlieder besingen die Liebe. Die Hirtenmusik zeichnet die Hirten nicht als die Verachteten und an den Rand Gedrängten, sondern als Menschen, die etwas vom leben und von der Liebe verstehen. So ist es nicht zu verwundern, dass sich die Engel an die Hirten wenden und ihnen die Geburt des Messiaskind verkünden. Sofort machen sie sich auf den Weg, „um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr verkünden ließ“ (Lk 2,15). Und als sie das Kind und die Mutter gesehen hatten, kehrten sie zurück und lobten Gott.

Aufsatz der Firmbewerber

Als sich die Hirtengruppe unter der Leitung von Marianne von Overheidt zusammen gefunden hatte, werteten wir das von Stefan Knor ausgehändigte Material aus. Nachdem wir alle das Material sorgfältig durchgelesen hatten, arbeiteten wir die charakteristischen Eigenschaften eines Hirten heraus und besprachen seine spezifische Bedeutung, die er für jeden Einzelnen von uns hat. Anschließend diskutierten wir in der Gruppe wie wir unseren Hirten gestalten wollten. Anfangs wollten wir einen typischen Hirten, wie er in verschiedensten herkömmlichen Krippen zu sehen ist, jedoch entschieden wir uns zuletzt für einen „modernen“ Hirten, der anstatt eines Lämmchens auf dem Arm, ein Kind an der Hand hält. Nach Beendigung der Gruppenphase stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse im Plenum vor. Wir übergaben Stefan eine Liste mit Materialien, die wir für die Anfertigung der Krippenfiguren brauchten.

Am darauf folgenden Wochenende fingen wir an die Figuren zu gestalten.

Beschreibung und Erläuterung des Hirten und dem „Firmkinder-Kind“:
Wir haben uns grundsätzlich erst einmal dafür entschieden Schaufensterpuppen als Modelle zu gebrauchen, weil das die einfachste Variante war, um Menschen darzustellen. Dies haben wir im Plenum so beschlossen, weil wir uns intensiver um die Gestaltung der Figuren kümmern wollten und nicht zu viel Zeit für die Anfertigung aufbringen wollten.

Der Hirte:

Unsere Gruppe hat sich dafür entschieden den Hirten untypisch für eine Krippe zu gestalten. Der Hirte ist wie ein „normaler“ Junge gekleidet. Er soll der heutigen Zeit entsprechen, da wir uns als Jugendliche besser damit identifizieren können.
Der Hirte hat kein Gesicht, weil er unsere Gemeinde darstellen soll, da die Erwachsenen unserer Gemeinde uns durch unser Leben führen und uns helfen den richtigen Weg zu finden.

Das „Firmkinder-Kind“:

Das „Firmkinder-Kind“ stellt uns dar, deswegen ist es mit Fotos von uns beklebt. Wir werden vom Hirten zur Krippe geführt, vergleichbar mit unserem Weg das Sakrament der Firmung zu empfangen.

Josef

Auf den Weihnachtsbildern wird Josef erst seit dem 6. Jahrhundert dargestellt. Manchmal wird er mit einem kegelförmigen Judenhut gezeigt als Vertreter des Alten Testamentes oder der jüdischen Synagoge. Auf den Ikonen erklärt einem nachdenklichen Josef der Prophet Jesaja das Geheimnis der jungfräulichen Geburt. Im späten Mittelalter wird Josef auf den Weihnachtsdarstellungen zunehmend aktiver. Da hilft er als Hausmann bei der Zubereitung des Bades. Er schürt das Feuer oder kümmert sich um das Essen. Häufig hat ber die Schuhe ausgezogen. Das erinnert an Mose, der vor dem brennenden Dornbusch die Schuhe ausziehen musste, um seine Ehrfurcht vor dem heiligen Boden zum Ausdruck zu bringen. Auf manchen Bildern spielen die Hosen Josefs eine Rolle. Er zieht sie sich gerade aus oder hat sie sich schon ausgezogen, um damit das nackte Jesuskind zu bedecken. Seine Hosen werden zu den Windeln, mit denen das Kind gewickelt wird. Die Redewendung „er oder Sie hat die Hosen an“ drückt die Dominanz eines Ehepartners aus. Josef gibt jede Dominanz auf, er tritt zurück in seiner Rolle als Vater. Er kann nur staunend vor dem Kind stehen.

In der Bibel hat vor allem Matthäus ein Bild des Josef gezeichnet. Während bei Lukas Maria im Mittelpunkt der Geburtsgeschichte steht, erzählt Matthäus, wie wir angemessen auf die Geburt des Messias reagieren sollen. Von Josef heißt es, dass er gerecht war. Er will Maria nicht bloßstellen. Die unerklärliche Schwangerschaft wäre eigentlich ein Grund, sie anzuklagen. Dann hätte Maria als Strafe entweder Steinigung oder Drosselung zu erwarten. Doch Josef will seine Braut schonen und sich in aller Stille von ihr trennen. Er ist gerecht, d.h. er handelt richtig, er wird seiner Braut gerecht, er wird auch der Situation gerecht, in die er geraten ist. Es kommt ihm nicht darauf an, dass dem Gesetz Genüge getan wird. Er will nicht dem Gesetz gerecht werden, sondern dem menschen. Seine Gerechtigkeit gibt dem Menschen den Raum, in dem er sich aufrichten und richtig leben kann.

Aufsatz der Firmbewerber

Alle bekannten Informationen über Josef stammen aus dem neuen Testament.
Dort berichten lediglich die Evangelisten Matthäus und Lukas, Einzelheiten von Josef. Josef stammt aus dem Geschlecht des israelitischen Königs David ab und lebte in Nazareth. Sein Beruf wird mit dem griechischen „Tekton“ angegeben, das damals soviel wie Bauhandwerker (Zimmermann, Schreiner) bedeutete und alle Tätigkeiten beim Hausbau einschloss. Ein Tekton war also generell in der Bearbeitung von Holz und Steinen ausgebildet.

Josef war mittleren Alters. Im Matthäusevangelium werden namentlich vier Brüder Jesu benannt: Jakobus, Joseph, Simon und Judas, dazu mehrere Schwestern. Es sollen jedoch die Kinder aus Josefs erster Ehe sein.
Die immerwährende Jungfernschaft Mariens ließ sie zu Vettern Jesu werden.
Ein Jahr nachdem Josefs erste Ehefrau verstorben war, nahm er die zwölfjährige Maria in sein Haus auf, die dann drei Jahre später Jesus gebar.
Laut Überlieferung war Maria Tempeljungfrau in Jerusalem und sollte einem Mann angeheiratet werden, der sie unberührt lassen würde. Jeder Bewerber – allesamt Witwer – sollten einen Stab auf dem Altar des Tempels niederlegen. Josefs Stab wurde zur Lilie, zudem ließ sich eine Taube als Zeichen der göttlichen Bestätigung auf seinem Kopf nieder.
Josef hat mit Maria eine so genannte Josefsehe geführt. Das ist eine Form der Ehe, in der die Partner insbesondere aus religiösen Gründen auf den geschlechtlichen Vollzug der Ehe verzichten. Namensgeber war Josef der Zimmermann.

Als Josef erfuhr, dass seine Verlobte Maria schwanger war, zweifelte er an deren Treue und wollte sich von ihr trennen. Doch ein Engel erklärte ihm in einem Traumgesicht, dass Maria vom heiligen Geist schwanger sei und Josef blieb bei ihr. Josef ist ein gerechter Mann, der erfüllt ist von einem tiefen Glauben an die Vorsehung Gottes. Dies veranlasst ihn, dem Ruf Gottes auch dann zu gehorchen, wenn menschliche Einsicht versagt.

Nach der Anordnung zur Volkszählung durch die Römer reiste er mit seiner schwangeren Frau nach Bethlehem, wo Jesus das Licht der Welt erblickte. Nach einer neuerlichen Engels- erscheinung, die vor dem geplanten Kindermord in Bethlehem warnte, floh Josef mit Maria und Jesus nach Ägypten. Nach dem Tod von Herodes im Jahr 4 n. Chr. konnten sie nach Nazareth zurückkehren. Zum letzten Mal wird Josef in den Evangelien erwähnt, als er und Maria den zwölfjährigen Jesus im Tempel diskutierend mit den Schriftgelehrten vorfanden.

Weil der heilige Josef für Jesus und dessen Mutter Maria in treuer Weise gesorgt hat wird er auch als besonderer Schutzpatron der Kirche verehrt und angerufen. Er ist außerdem Patron der Ehepaare und Familien, der Jungfräulichkeit, der Zimmerleute, der Sterbenden und bei Wohnungsnot.
Der 19. März wird in der katholischen Kirche seit dem 12. Jahrhundert zu Ehren des heiligen Josef begangen.

Darstellung von Josef:

Da Josef ein Arbeiter war, haben wir Josef als aufrecht stehenden Mann mit einem Blaumann dargestellt. Daher ebenfalls der muskulöse entblößte Oberkörper. Weil Josef als Zimmermann die meiste Zeit draußen gearbeitet hat, hat er eine dunklere Hautfarbe als Maria.
Früher zog man als Zeichen der Demut seine Schuhe aus, daher die nackten Füße und Schuhe in der Hand.
Derjenige, der eine höhere Position innehat, sagt man, der hat die Hosen an.

Weil Maria in Josefs Augen die auserwählte Gottes und somit was besonderes ist, haben wir Josef mit symbolisch heruntergelassener Hose dargestellt.

Er steht nicht sehr nahe an Jesus, da er nicht der Erzeuger, sondern der Ziehvater und Beschützer ist. Daher der Arm, der Maria umfängt. Es drückt, die zwar nicht nahe aber intensive Beteiligung in der Darstellung der Krippe aus.
Da die Lilie ein Zeichen für Josef ist, haben wir auch eine Lilie angebracht.

Jesuskind

An Weihnachten kommt Gott als Kind in unsere Welt. Er ist nicht einfach als erwachsener Mensch zu uns gekommen, sondern er wird als schwaches und hilfloses Kind aus dem Schoß einer Frau geboren. Das Kind ist auf die Hilfe seiner Mutter und seines Vaters angewiesen. Es erfährt Liebe, Zuwendung, Zärtlichkeit. So wächst es langsam heran. Du kiannst Dich Gott auch nur nahen wie eine Mutter ihrem Kind, behutsam und zärtlich, achtsam und liebevoll, immer wieder neu das Geheimnis dieses Kindes meditierend. Du darfst Gott nicht fest anpacken, um ihn in den Griff zu bekommen. Du musst immer wieder staunend innehalten, um dem Geheimnis des ganz anderen Gottes nachzuspüren. Einem Kind darf man sich nicht mit lauten Worten sprechen, sondern nur so zart und leise wie zu einem Kind. Einem Kind führst Du leine klugen Reden, du gebrauchst nur Worte, die aus dem Herzen kommen. So wirst Du Gott nur begegnen, wenn Du ihm Dein Herz öffnest.

Wenn Gott als Kind in diese Welt kommt, dann will er uns von unserem Größenwahn befreien, immer stark und autark sein zu wollen. Jesus mahnt uns, wie die Kinder zu werden. Sonst werden wir nicht in das Himmelreich kommen (vgl. Mt 18,3). Kinder können staunen. Sie sind offen für das Neue. Sie wollen lernen, selbst erkunden, was das Leben ist. Sie verlassen sich nicht nur auf andere. Kinder lassen sich ein. Sie können sich beim Spielen vergessen. Sie können ganz im Augenblick sein, ohne sich von Zwängen und Erwartungen stören zu lassen. Sie gehen mit offem Herzen auf die Menschen zu, ohne Nebenabsichten, ohne Vorurteile. Sie trauen ihrem Gefühl. Sie tun das, was sie von innen her erspüren.

Aufsatz der Firmbewerber

Das Jesuskind ist von uns so gestaltet worden das es kniend auf einem roten Sitzkissen sitzt und eine Hand über die Erde, die auf dem Sitzkissen liegt, hält. Weil Jesus als ein Baby in die Welt gekommen ist, hängt ein Schnuller um seiner linken Hand und soll das Kind symbolisieren. Sowohl das Sitzkissen als auch die Erdkugel, die nicht die Kontinente der Erde zeigt sondern die unterschiedlichen Gemeinden aus dem wir Firmlinge kommen, bestehen aus Gips dem wir Erde aus allen Ortschaften beigemischt haben. Alle Firmlinge hatte einen Beutel Erde mitgebracht und diese haben wird dann verarbeitet. Das Jesuskind kniet auf unserer Heimaterde und soll so die enge Verbundenheit darstellen. Erde als Symbol der Fruchtbarkeit und der Heimat!

Wir haben uns überlegt Jesus ein goldenes T-Shirt anzuziehen als Symbol für Macht, auf dem T-Shirt befindet sich das christliche Zeichen des Fisches. Der Fisch war das erste Erkennungssymbol der frühen Christen und wird heute auch als ein Symbol des Friedens verwendet. Der Friedensfürst kommt in die Welt als kleines Kind.
Das rote Sitzkissen bzw. die rote Farbe soll ein Symbol für Liebe, Wärme und Geborgenheit sein. Die Erde ist mit den Orten unserer Firmlinge beklebt als Symbol das Jesus der die Hand darüber hält uns beschützt.

Wir haben das Jesuskind in die Mitte der Krippe gesetzt weil wir denken dass das Jesuskind in der Krippe das wichtigste ist. Das Kind bildet die Mitte unsere heiligen Familie und der ganzen Krippendarstellung, der ganzen Christenheit.

Jeder von Ihnen soll auf einem der ausliegenden Zettel einen Weihnachtswunsch aufschreiben. Diese Weihnachtswünsche werden wir dann am Heiligen Abend zu Strahlen um das Jesuskind verarbeiten. Die Strahlen sind Wunschzettel von den Menschen die in der Adventszeit in die Kirche gekommen sind. So wird jeder von Ihnen mit seinen Wünschen zu einem Teil unserer Krippe. Jesus wird in die Wünsche der Menschen hineingeboren. Wir Menschen werfen unsere Hoffnungen und Wünsche auf das Jesuskind und Sie bedeuten auch dass das Jesuskind die Stärke und Macht hat die auf die Menschen ausstrahlt.

Wir hoffen, dass Ihnen unser Jesuskind in dieser ungewöhnlichen Krippe gefällt und dass Sie Ihre Wünsche aufschreiben und so mitmachen an unserem Projekt.

Maria

Maria steht im Mittelpunkt der Weihnachtsgeschichte. Von ihr sagt Lukas ganz nüchtern: „Sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war“ (Lk 2,7). Und als die Hirten erzählten, was ihnen über das Kind gesagt worden war, heißt es wieder von Maria: „Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach“ (Lk 2,19). Es sind also fünf Tätigkeitswörter, die von Maria ausgesagt werden: sie gebar, sie wickelte, sie legte, sie bewahrte und sie dachte nach.

Als die Gebärende ist Maria die Mutter. Die Mutter bringt Leben hervor. Sie ist der fruchtbare Acker, auf dem die Frucht des Geistes heranwächst. Maria ist die Geistmutter. Sie bringt den Sohn hervor, der zugleich Geist ist, Logos des Vaters. Maria wickelt ihr Kind. Sie sorgt für es. Sie ist die schützende Mutter, die dem Kind Wärme schenkt und es vor der Kälte dieser Welt bewahrt. Maria legt das Kind in die Krippe. Legen kommt von liegen. Sie bringt das Kind zum Liegen. Das griechische Wort „anaklinein“, das Lukas braucht, heißt auch „hinlegen und anlehnen“. Maria verschafft dem Kind eine bequeme Lage. Es liegt weich in dem Futtertrog. Und Lukas denkt offensichtlich daran, dass es sich beim Liegen anlehnt an die Mutter. Kinder liegen gerne angelehnt an die mütterliche Brust, oder sie liegen auf dem Schoß der Mutter. Sie fühlen sich getragen, gehalten, geborgen. Maria ist nicht nur die gebärende, sondern auch die bergende, schützende und tragende Mutter, bei der das Kind sich daheim fühlt. Sie verweist Dich auf den mütterlichen Gott, bei dem Du Dich anlehnen kannst, bei dem Du geborgen und getragen bist.
Die Künstler haben in ihren Weihnachtsbildern Maria und das Kind immer in den Mittelpunkt gesetzt. Da hält Maria das Kind an ihrer Brust, oder sie küsst es herzlich. Auf Ikonen wendet Maria ihren Blick von Jesus ab und schaut zum Beschauer des Bildes. Sie verkündet uns mit ihrer ganzen Existenz das Geheimnis der Menschwerdung. Im Mittelalter kniet Maria oft vor dem Kind in der Krippe oder vor dem Kind, das auf dem Boden liegt, und betet es an.

Aufsatz der Firmbewerber

Unsere Aufgabe als Firmlinge war es, in verschiedenen Gruppen eine Krippe nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und jeder Gruppe wurde eine Figur zugeordnet.
Unsere Gruppe bekam die Marienfigur, die wir ihnen heute vorstellen wollen.

Maria ist die griech.- lat. Form des hebräischen Vornamens „Miriam“.
Maria wurde mit 15 Jahren vom Engel Gabriel auserwählt, die Mutter Jesu zu werden. „Doch sie hat ihn nicht nur geboren, sondern hat vor allen anderen den Ruf Gottes vernommen und befolgt.“ „Dadurch ist Sie die in gläubigem Gehorsam seine und unsere Mutter geworden“, was der Grund für ihre Verehrung ist.
Nachdem wir mehrere Texte gelesen hatten, glauben wir, dass Maria ein offenes, junges und liebes Mädchen war, das ohne „Wenn und Aber“ die Ankündigung des Engels mit Demut akzeptiert hat.

Außerdem denken wir, dass sie reif für ihr Alter war, da wir uns nicht in ihre Situation hinein versetzten können. Mit der Geburt Jesu opferte sie ihre ganze Jugend, um die Aufgabe als Mutter Gottes zu erfüllen, was sie stolz und glücklich machte.
In den üblichen Krippen wird Maria meist kniend vor dem Jesus Kind dargestellt. Wir wollen dem Ganzen eine vertraute und familiäre Atmosphäre geben, weshalb Maria von Josef in den Arm genommen wird und auf ihr neugeborenes Kind schaut. Die Kleidung haben wir unserer Vorstellung vom Charakter Marias angepasst. Der Jahreszeit entsprechend haben wir sie warm angezogen. Die geflochtenen Zöpfe sollen auf ihr kindliches Wesen hindeuten. Wir hoffen, dass Ihnen unsere Maria gefällt und wünschen Ihnen eine schöne Weihnachtszeit mit unserer selbst gestalteten Krippe.

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