Projekte

Leuchtende Strahlen tanzenden Lichts

2010 - Universität, Bonn

Lichtskulptur zur 7. Bonner Wissenschaftsnacht im Arkadenhof der Universität zu Bonn

Einleitung

Augen kann man nicht zwingen, man kann sie nur einladen. „Wer eine Rede oder eine Sonate hören will, muss die Reihenfolge der Worte oder Töne ertragen. Nur in der Abfolge ergeben sie einen Sinn.“

Dem Auge aber steht alles im Lichte Stehende gleichzeitig offen. Sehen ist individuell, es gibt immer verschiedene Blickwinkel, Ansichten und Sichtweisen. Das Gesehene wird von jedem Menschen anders mit Gefühlen und Erinnerungen verknüpft. Bilder, ganz gleich ob auf die Wand oder in ein Buch gemalt oder aus geschnitzten Figuren zusammengestellt, transportieren mehr Wirklichkeit, haben eine höhere Erlebnisqualität als Gehörtes oder Gelesenes, ebenso verhält es sich mit Räumen. Der Mensch ist ein visuelles Lebewesen. Durch das Sehen erfährt er wesentlich mehr von seiner Umwelt, als von allen anderen Sinnesorganen.

Der Vorgang des Sehens gleicht dem Wunder der Schöpfung. Es ist das Auge, durch das der Mensch das Licht empfängt. Aber das Auge „sieht“ mehr, sieht weiter und sieht tiefer; es vermag zu schauen. Es bleibt bei dem, was es wahrnimmt nicht stehen; es sieht nicht nur, es schaut, es schaut an und durch, es betrachtet und verweilt bei dem, was es sieht. Dabei kommt es zu einer Begegnung, zu einem Gespräch und Austausch. Erst darin fängt das Geschehen an, für den Betrachter zu existieren, für ihn da zu sein.

Die Idee

Im Arkadenhof des Universitätshauptgebäudes entsteht zur 7. Bonner Wissenschaftsnacht „EnergieGeladen“ am 25. Juni 2010 eine raumfüllende, begehbare Großskulptur aus lichtleitenden, transparenten und/oder fluoreszierenden  Weich-PVC und einer ca. 7m hohen Aluminiumkonstruktion. Im Zusammenspiel mit einer aufwendigen Lichtinstallation und eingespielter Musik wird es so möglich, den sonst so kahl wirkenden Innenhof, zu einem Openairerlebnisraum umzugestalten. Die Besucher werden durch ein leuchtendes Leitsystem quasi in den Innhof gezogen und können sich dort ergehen, kommunizieren. Der Hof wird zum Kommunikations- und Erlebnisort, dem Dreh- und Angelpunkt der 7. Bonner Wissenschaftsnacht. 

Die Skulptur

Das neuartige Material (Weich-PVC Materialproben liegen diesem Konzept anbei), welches sowohl in Schnüren- als auch als breite Folienform vorliegt, hat die Eigenschaft Licht zu leiten. Zusätzlich sorgen verschiedene Transparents- und Mattierungsstufen dafür, dass das eingestrahlte Licht so reflektiert wird, dass es den Effekt des „Enger-Geladens-Seins“ entsteht. Somit eignet sich dieser spezielle Weich PVC in Kombination mit Licht und Musik ideal dazu als Grundmaterial für eine Skulptur zum Thema: „EnergieGeladen“.

Die Skulptur (Größe/Ausmaße richten sich nach dem zur Verfügung stehenden Mitteln) besteht aus einem zentralen Korpus im Zentrum des Platzes und, aus den einzelnen Fenstern kommenden, PVC Schüren mit eingearbeiteten Artefakten. Korpus als auch Schnüre werden durch parallel verlaufende Leuchtmittel zur erklingenden Musik wechselnd farbig ausgeleuchtet. So entsteht eine einzigartige Skulptur die ein absolutes Novum darstellt.

„Dein Auge gibt dem Körper Licht. Wenn dein Auge gesund ist, dann wird auch dein ganzer Körper hell sein […] Wenn dein ganzer Körper von Licht erfüllt und nichts Finsteres in ihm ist, dann wird er so hell sein, wie wenn die Lampe dich mit ihrem Schein beleuchtet.“

 

Zurück