Projekte

Lichtnächte der Jugend

2009 - Dom, Salzburg

Lichtnächte im Salzburger Dom

Der Dom in neuem Licht; Licht ist Leben gibt GeSicht erhellt das Verborgene

Die gesamte architektonische Struktur des Salzburger Doms, die künstlerische Ausgestaltung und das Bildprogramm der Deckengemälde, gipfelnd im zentralen Auferstehungsgemälde des Hochaltars, lassen sich in einer Grundaussage zusammenfassen: „Wir sind die Menschen, die auf dem Weg zum Himmel sind.“ Der Sakralraum als Wegweiser und als Ort der Verheißung, in dem ein kleines Stück Himmel schon auf Erden verwirklicht wird durch die Spendung der Sakramente.

Die Lichtnächte laden ein kaltblau, feurig rot und gleißend orange: Der Salzburger Dom wird in den drei Lichtnächten von ganz neuen hellen und dunklen Seiten zu sehen sein. Er lädt als Gesamtkunstwerk und mit jeder Nische ein zum Schauen, zum Beten, zum Verweilen.

„Ihr seid das Licht der Welt“ – Dieser Satz aus der Bergpredigt Jesu richtet sich an alle Menschen. Die Lichtnächte sind der außergewöhnliche Abschluss des Festjahres 50 Jahre nach der Wiedereröffnung des Doms 1959.

Lichtnacht der Musik

„Alles was atmet in mir, lobe meinen Gott.“

Zum Lichtspiel kommt Musik von verschiedenen Chören, unter anderem vom Salzburger Domchor und der Jugendkantorei.

Lichtnacht der Jugend

„Du, Gott, hast mir Raum geschaffen und lässt mich leben.“

Jugendliche setzen bei traumhaften Lichtfarben ihre Träume von Kirche mit Puppengestalten in Szene.

Lichtnacht des Gebets

„Gott, schenke mir ein waches, hörendes Herz.“

Mit ansprechenden Texten wird in passender Lichtstimmung zum meditativen Nachterlebnis eingeladen.

Die Musik im Zusammenspiel mit dem Licht

Musik wird seit dem Beginn religiöser Handlungen, schon in der Frühgeschichte, als Bindeglied zwischen den Menschen und Gott eingesetzt und genutzt. Sie bildet einen Schwerpunkt in der katholischen Liturgie, und wir befinden uns in der glücklichen Situation auf dem Schatz von über 1000 Jahren „spiritueller“ Musik zurückgreifen zu können, von der Gregorianik bis zu zeitgenössischen Klängen, von Palestrina bis Messiaen, von Bach bis Debussy, von der polyphonen Kantate bis zu Synthesizerklängen.

Es wird bei den drei unterschiedlichen Lichtnächten auf diesen Schatz zurückgegriffen und die Klänge aus den verschiedenen Jahrhunderten werden live vom Künstler Stefan W. Knor in Licht umgesetzt. Wie die Musik den weiten Kirchenraum erfüllt, so wird auch das Licht den Raum immer neu erlebbar werden lassen. Beide, Musik und Licht, bilden ein harmonisches Ganzes, welche die Besucher berühren und ansprechen sollen. Der Salzburger Dom wird so zu einem spirituellen Erlebnisraum, der die Seele für das Transzendente öffnet und so erkennen lässt, dass gerade der Sakralraum, der von den verschiedensten Generationen durch die Jahrhunderte hinweg zu Ehre Gottes erbaut wurde, ein Kristallisationspunkt ist, wo sich Himmel und Erde berühren.

Aufstellen von Kerzen

Die Besucherinnen und Besucher sollen in die Installation hinein genommen werden. Daher ist die Möglichkeit geschaffen worden in unmittelbarer Nähe des Volksaltares Opferkerzen aufstellen zu können. So wird der Altar: Herz und Zentrum der Installation. Von diesem konstant weiß beleuchteten Ort aus entfaltet sich das Licht in den Kirchenraum.

Das Ziel

Für den Zeitraum der drei Lichtnächte soll für die Besucher durch das Eintreten in Licht und Musik ein positives und spirituelles Erlebnis eröffnet werden.

Die Installation möchte den Gästen und den Menschen in der Innenstadt einen niederschwelligen, unmittelbaren und zeitgemäßen Zugang zu einer Grundaussage unserer christlichen Botschaft bieten:

Es gibt einen, der dich liebt, wie du bist: Gott. Bei ihm darfst du ganz du selber sein und auf ihn darfst du hoffen. Vor ihm darfst du dich vergessen, alte Wege verlassen und neu beginnen. Er schenkt dir Räume und Begegnungen, in denen du neue Hoffnung und neue Perspektiven für dein Leben entdecken kannst. Er schenkt dir den wahren Frieden für dein Leben, er führt dich zu neuer Lebendigkeit und zur Fülle deiner Möglichkeiten. (…ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben. Joh 10,10) – Wo wir Menschen das erfahren, da spüren wir: hier berühren sich Himmel und Erde! Da ist Kirche mitten unter uns Menschen, da sind wir Kirche (Gottes Tempel ist heilig und der seid ihr. 1 Kor 3,16).

Angesprochen durch die ganz unmittelbaren Reize von Klang und Licht sollen die Besucher den Raum des Salzburger Domes als einen solchen Kristallisationspunkt erleben, in dem sich Himmel und Erde berühren und wo dort sich im eigentlichen Sinn Kirche bildet und entsteht.

Anhang:

Das 50-jährige Jubiläum der Wiedereröffnung des Salzburger Domes 1959 nach seiner Zerstörung 1944 ist uns Anlass, die Schönheit dieses einmaligen Gotteshauses „Ins Licht zu rücken“.

Der deutsche erfahrene Installations- und Lichtkünstler Stefan W. Knor wird in drei Nächten jeweils von 19.00 bis 24.00 Uhr den Innenraum ganz neu durch seine Farb- und Lichtinstallationen in einer bisher nie da gewesenen Schönheit erleben lassen. Musik, Texte, Szenen und Darstellungen von Schüler/innen, Musikern, Sänger/innen werden zum unvergesslichen Erlebnis. Jede der drei Nächte haben einen Schwerpunkt: Die Nacht der Musik, die Nacht der Jugend, die Nacht des Gebetes.

Ich möchte mich bei allen herzlich bedanken, die diese Nächte gestalten und die uns finanziell unterstützen.

Mit besten Segenswünschen
Matthäus Appesbacher
Domdechant

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