Projekte

Pieta in Luzern

2014 - Johanniskirche, Luzern

Das Pieta-Projekt „Getragen im Leid“

Leidvolle Erfahrungen gehören zu jedem Leben: Verletzungen, Krankheit, Verlust eines lieben Menschen, Schicksalsschläge, tägliche Katastrophen und Ungerechtigkeiten in dieser Welt.

Wie gehen wir damit um?

Was gibt uns Kraft zum Weiterleben?

Die überarbeitete Skulptur von Stefan W. Knor stellt den berechtigten Fragen zum Thema Leid ein Bild entgegen. Eine Pieta (ital.: Mitleid, Mitgefühl): eine sitzende Maria, die ihren toten Sohn Jesus, auf dem Schoß hält. Sie zeigt dem Betrachter den von Folter und Kreuzigung geschundenen Leib vor seiner Beisetzung. Das Mitleid wird durch einen kleinen weinenden Engel, der das Haupt Jesu stützt, personifiziert.

Jesus Christus, der Erlöser, wurde selbst ein Opfer von Gewalt und Unrecht, verletzt bis tief ins Herz, verlassen von allen – selbst von Gott. Es ist die Szene zwischen Kreuzigung und Auferstehung. An die Stelle des Todeskampfes tritt stille Trauer. Maria trägt Jesus und drückt damit stellvertretend unsere Hoffnung aus. Sie kann nichts von diesem Leid wegnehmen. Aber sie trägt es in der inneren Gewissheit, dass das nicht das Ende von Gottes Möglichkeiten ist.

Stefan W. Knor hat die überlebensgroße Pieta mit Blattgold bearbeitet. Die Besonderheit ist, dass diese Skulptur (geschnitzt von Baltasar Schmitz 1904) selbst Opfer einer Brandkatastrophe wurde. So entstellt, verletzt, brüchig, rußgeschwärzt strahlt die Skulptur dennoch Erhabenheit und Würde in ihrem Leid aus.

Sie als BesucherIn sind herzlich dazu eingeladen, Ihre Gebetsanliegen in den Holzkasten an der Rückseite der Pieta hineinzulegen. Später werden alle Gebetsanliegen dauerhaft in dem Hohlraum der Pieta aufbewahrt werden – und sind gut aufgehoben.

Bisher wurden auf ihrer Reise durch Europa (Canterbury, Salzburg, Luzern u.a.) ca. 28.000 Gebetsanliegen in 26 Sprachen gesammelt.

Zurück