Referenzen

Jürgen Maubach

Gemeindereferent an St. Foillan, Aachen

Seit seinem Praktikum an St. Foillan im Jahr 2001 ist mir Herr Stefan W. Knor bekannt und ich kann es als einen großen Glücksfall bezeichnen, dass in diese Zeit die Planungen zur ersten Aachener Nacht-der-offenen-Kirchen fielen. Aus seiner Arbeit im Altenheim brachte Stefan Knor die Idee der Traumräume mit, sinnliche Erfahrungsräume, deren heilsame Wirkung er dort einsetzte zur Entspannung und Findung der inneren Harmonie der Senioren. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern hat er diese Idee weiterentwickelt zur ersten TraumRaum-Installation in unserer Kirche.

Der Erfolg dieses Gesamtkunstwerkes aus Musik, Licht und Bild bei den Besuchern bestärkte uns, diese Ideen in den folgenden Jahren mit Stefan Knor auszubauen und weiterzuentwickeln. In den Jahren 2002 – 2004 zeigten wir jeweils zur Nacht-der-offenen-Kirchen eine Installation, die sich im letzten Jahr zu einer Trilogie zum dreifaltigen Gott schloss; „Wasser-TarumRaum-Leben” für Gott-Vater, 2003 »Die Tür zum Leben« für Jesus Christus und in 2004 die Installation zum Heiligen Geist »Lass dich berühren!«.

Wir dürfen sagen, dass wir mit diesen Installationen von Stefan Knor heute zu einem der Höhepunkte der Nacht-der-offenen-Kirchen gehören. Eine hohes Medieninteresse, Warteschlangen vor der Kirchentür und Besucherzahlen zwischen 3000 und 5000 Menschen während der fünfstündigen Veranstaltung sprechen für sich. Dass wir aber nicht nur Massen bewegen, sondern auch unserem inhaltlichen Anspruch gerecht werden, wissen wir aus der Besucherbefragung. Menschen fühlen sich spirituell berührt und finden trotz des Andrangs zu Ruhe und Besinnung und verlassen die Kirche oft dankbar für dieses Erlebnis. Besonders freuen wir uns darüber, dass wir mit dieser niederschwelligen, erfahrungsbetonten Veranstaltungsform auch Menschen ansprechen, zu denen wir als Gemeinde im übrigen Jahr keinen Kontakt haben und die bedauern, dass der Glaube nur selten so offen und sinnenfreudig in der Kirche erfahrbar ist. Aber auch in christlicher Spiritualität erfahrene Zeitgenossen haben uns versichert, dass die überzeugende theologische Umsetzung in die Sprache von Symbolen, Licht und Musik sie zu einer neuen vertieften Erfahrung geführt hat. Dabei ist es uns mit Stefan Knor immer gelungen, den Sakralraum und seine prägenden Ausstattungsstücke würdig und überzeugend in die Installationen einzubeziehen. Ein Beispiel dafür ist der vom Künstler Klaus Iserlohe geschaffene Altar mit seinem Relieffries zur Heilsgeschichte. Seine Präsentation als Teil der Installation »Die Tür zum Leben« hat nicht nur den Künstler beeindruckt, sondern auch vielen Kirchgängern ihren Altar näher gebracht.

Die künstlerische Arbeit von Stefan Knor setzt auf die gute kirchliche Tradition der Glaubenserweckung mittels Affekte. Das anfängliche Befremden über den, – im Vergleich eher bescheidenen , Einsatz von moderner Veranstaltungs und Eventtechnik weicht schnell der Faszination der so geschaffenen neuen Erfahrungsräume des Glaubens in Kirchenmauern.

In meiner langen und intensiven Zusammenarbeit als Projektkoordinator der TraumRaum-Installationen in St. Foillan, habe ich die künstlerischen Mittel von Stefan Knor nie als Selbstinszenierung erlebt, sondern immer im Bemühen, das Evangelium in der heutigen Zeit neu zu erschließen. In diesem Sinne kann ich eine Zusammenarbeit mit Stefan Knor guten Gewissens empfehlen.

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