Videos

Sein ist die Zeit

To watch this video, you need the latest Flash-Player and active javascript in your browser.

Zeit ist ein kostbares Gut. Sie verrinnt stetig und unwiederbringlich. Nur selten sind wir uns dessen bewusst. Die Installation will einen Raum schaffen, dieses Phänomen sinnlich zu erfahren. Stefan W. Knor zeigt hierzu in seiner Installation spezielle Zeitraffer- und Zeitlupenfilme vom Werden und Vergehen, die von Norbert Porta/sciencedocu, Düren produziert wurden. Die Filme werden auf Raumskulpturen projiziert, die aus überdimensionalen Dreiecken zusammengesetzt sind. 

Die ablaufende Zeit, die in der Installation durch ein ständig tickendes Metronom akustisch erlebt wird, berührt jeden Menschen existentiell, der Augenblick ist einmalig, die Lebenszeit begrenzt. Der christliche Glaube erweitert den Horizont um die qualitative Dimension. Die Frage ist dann nicht: Wie lange lebe ich, sondern wozu und wie lebe ich? Welchen Sinn hat mein Leben? Für den Glaubenden steht Gott – seine Liebe und Gerechtigkeit - über der Zeit. Das öffnet neue Perspektiven. Geschichte ist nicht beliebig. Mein Leben ist die Zeit, die Gott mit mir ist. In Kirchenräumen, bei religiösen Praktiken erfahren Menschen etwas von der Geborgenheit in einer Welt voll Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit. Sie erfahren dass diese Zeit immer auch „seine Zeit“ ist. Das sichere Ende, der Tod, wird überstrahlt durch den Glauben, Gott hat Jesus Christus vom Tod auferweckt. Die ablaufende Zeit verliert in Gottes Angesicht ihren Schrecken. Davon kündet das zentrale Element, das Ziffernblatt durch das Kreuz durchkreuzt.

Zurück